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Sicherlich wussten Sie längst, dass Sie einen Teil der Betreuungskosten für Ihre Kinder als Sonderausgaben absetzen können. Anerkannt werden zwei Drittel der Ausgaben, maximal 4.000 € pro Kind. Berücksichtigt werden Kinder bis zum 14. Lebensjahr, bei behinderten Kindern gibt es keine Altersbegrenzung.

Neu ist: Auch wer sein Kind von den Großeltern unentgeltlich betreuen lässt, kann Steuern sparen. Die Fahrten, die die betreuenden Großeltern für ihre Enkel übernehmen z.B. zur Schule, zum Sportverein, zum Arzt oder zu Freunden sind ebenfalls zu 2/3 abzugsfähig. Eine Angabe in der Steuererklärung der Großeltern ist nicht erforderlich, denn diese erzielen keine Einnahmen, es werden lediglich die ihnen entstandenen Aufwendungen ersetzt.

So geht’s:

Voraussetzung ist, dass eine schriftliche Vereinbarung über die Betreuung zwischen Eltern und Großeltern geschlossen wird. Es ist ausreichend, wenn bezüglich der Betreuungszeiten lediglich ein Rahmen vereinbart wird. Die konkreten Betreuungszeiten können spontan nach Bedarf abgestimmt werden. 0,30 Cent pro gefahrenem Kilometer werden vom Finanzamt anerkannt. Die Großeltern stellen die monatlich entstandenen Fahrtkosten in Rechnung. Die Rechnung muss per Überweisung beglichen werden; Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an.

Einen Musterbetreuungsvertrag über die unentgeltliche Betreuung durch die Großeltern finden Sie ebenfalls unter www.steuerberaterin-hausen.de

Geldleistungen, die Großeltern über die Fahrtkosten hinaus für die Betreuung erhalten, sind steuerpflichtige Einnahmen. Daher ist an Großeltern gezahltes Betreuungsgeld nur dann als „Steuersparmodell“ geeignet, wenn deren übrige Einkünfte, z.B. aus Renten, den Grundfreibetrag nicht übersteigen (2017 für Alleinstehende: 8.820 €, Verheiratete: 17.640 €).

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