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Wozu einen Freibetrag in die Lohnsteuerkarte eintragen lassen? Ganz einfach: Er senkt die monatliche Lohnsteuer.

Im monatlichen Lohnsteuertarif sind der Arbeitnehmerpauschbetrag (1.000 €) und der Sonderausgabenpauschbetrag (36 €) mit einem Zwölftel bereits berücksichtigt. Haben Sie aber höhere Werbungskosten (z. B. Fahrtweg zur Arbeitsstätte, doppelte Haushaltsführung, Fortbildungskosten) als die genannten Pauschbeträge oder andere steuerlich relevante Aufwendungen (z.B. außergewöhnliche Belastungen z.B. wegen einer Behinderung, Verluste aus Vermietung, Ausgaben für Kinderbetreuung oder Haushaltshilfen, Reparaturaufwendungen am Haus) können Sie diese in Ihrer Einkommensteuererklärung am Jahresende geltend machen und erhalten dann eine Steuererstattung. Das bedeutet jedoch, dass Sie ein Jahr und länger auf die Steuerrückzahlung warten müssen. Das muss nicht sein. Sie können sich Ihre Steuererstattung bereits im Voraus sichern, indem Sie sich mit einem Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung einen Freibetrag in den ELStAM (= elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) eintragen lassen. So erhöht sich das monatliche Nettoeinkommen, da der Arbeitgeber aufgrund der eingetragenen Freibeträge weniger Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer vom Arbeitslohn einbehält

Bisher mussten Freibeträge für den Lohnsteuerabzug jährlich neu beantragt werden. Das hat sich in diesem Jahr geändert. Eingetragene Freibeträge gelten mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 somit bis Ende 2017.

Hinweis: Falls Sie einen Lohnsteuerfreibetrag beantragen, sind Sie verpflichtet, nach Ablauf des Steuerjahres eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Gegebenenfalls zu Unrecht berücksichtigte Freibeträge werden dann spätestens im Rahmen der Steuerveranlagung korrigiert.

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